Deutsches Atlantikwall-Archiv

Eisenbahn

 

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Funkmeßgeräte im mobilen Eisenbahneinsatz

Stand 10.05.2020

 

Die Nachtjagd-Eisenbahnzüge

Eine solche Einheit bestand standardmäßig aus einer kompletten Zuggarnitur mit „Freya“- und „Würzburg-Riese“- Geräten, Generatorenwagen, Auswerte-, Funk- und Leiteinrichtungen und des zur Unterbringung und Transport der Bedienungsmannschaften notwendigen Wagenmaterials, wobei es Unterschiede in der Anzahl der mitgeführten Funkmeßgeräte gab.

Zusammensetzung eines Nachtjagdzuges  

Alle aber waren mit mindestens zwei FuSE 65 Würzburg-Riesen (Gigant) und entweder einem Freya Gerät oder teilweise zwei Freya Geräten ausgestattet. Später kamen noch Flakwagen dazu. Auch wurden zeitweise die kleineren FuSE 62 Würzburg zur Feuerleitung der beigestellten Flak mitgeführt.

Diese Nachtjagd-Eisenbahnzüge hatten alle eigene Tarnbezeichnungen. Zum jetzigen Forschungszeitpunkt sind uns bekannt:

BORNEO I
5./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21

BORNEO II
6./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21

BORNEO III
7./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21

BUSSARD I, II und III
Einheit unbekannt

CELEBES I
8./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21)

CELEBES II
9./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21

CELEBES III
10./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21

RAUBVOGEL I
1./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL II
2./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL III
3./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL IV
4./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL V
5./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL VI
6./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL VII
7./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL VIII
8./Ln-Flugmeldeabteilungen (E) z.b.V. 22

RAUBVOGEL IX
9./Ln-Flugmeldeabteilung (E) z.b.V. 22

STEFFI I, II und III
Einheiten unbekannt

SUMATRA I
1./Ln-Flugm.-Abt. (E) z.b.V. 21 mit 1x Freya und 2x Würzburg

SUMATRA II
2./Ln-Flugm.-Abt. (E) z.b.V. 21 mit 1x Freya und 2x Würzburg

SUMATRA III
3./Ln-Flugm.-Abt. (E) z.b.V. 21 mit 1x Freya und 2x Würzburg

JAVA I
Einheit unbekannt

JAVA II
4./Ln.Flum.Abt. (E) z.b.V. 21)

JAVA III
Einheit unbekannt

JUNO
Einheit unbekannt


Das Gerät FuSE 65 (E) war zerlegbar und wurde zum Transport auf vier Eisenbahnwagen verlastet. Das Gerät wurde zum Betrieb auf dem Sockelwagen drei aufgebaut, auf dem der Würzburg-Sockel bereits fest installiert war. Für den 3-5stündigen Aufbau der fünf Module sorgten 3 Unteroffiziere mit 20 Mannschaften. Für den Abbau bzw. die Verlastung auf die Transportwaggons wurden 3-4 Stunden benötigt (aus der Vorschrift
D. (Luft) T. 4507/6).

Funk-Meßgerät FuSE 65 (E) (Gigant Würzburg im Eisenbahntransport) Wagen von rechts nach links: Bedienhaus, Sockelwagen, Spiegelmittelteil, Spiegel Ober- und Unterteil  

 
  Das Funk-Meßgerät FuSE 65 (E) Gigant wird aufgerichtet. Man beachte die Aufspannvorrichtung. Die Kabine fehlt noch.
Die Bedienkabine wird angebracht.  
   

Das Funk-Meßgerät FuSE 65 (E) Gigant ist einsatzfertig, der Waggon ist bereits abgestützt.

Siehe auch die Fotos vom Abbau / Umbau des FuSE 65 (E) in Belgien, welches heute in bestens restauriertem Zustand beim Museum Raversijde eine neue Heimat gefunden hat.

radar\heute\rheute.htm

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Stand: 17. Dezember 2016

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